cbd-ratgeber

  • Einleitung

    Cannabis ist eine Pflanze, die zahlreiche wertvolle Wirkstoffe liefert. Zu den wichtigsten

    zählen Phytocannabinoide, Flavonoide und Terpene.

    Durch die wachsende Erfahrung und das Bewusstsein für die vielfältigen Wirkungen dieser

    Pflanze bei unterschiedlichen Beschwerden hat sich die medizinisch-wissenschaftliche

    Forschung stark intensiviert. Dabei wurde ein körpereigenes System entdeckt, mit dem die in

    Cannabis enthaltenen Wirkstoffe interagieren können – das sogenannte Endocannabinoid-

    System. Dieses äußerst komplexe System besteht aus Rezeptoren, körpereigenen

    Cannabinoiden (Endocannabinoiden) sowie Enzymen, die für deren Bildung und Abbau

    verantwortlich sind.

    Die Aktivierung dieser Rezeptoren durch Endocannabinoide trägt wesentlich dazu bei, das

    Gleichgewicht (die Homöostase) im Körper aufrechtzuerhalten.

  • Wirkungsmechanismen

    Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die zuvor genannten Wirkstoffe – einzeln oder

    im Zusammenspiel als Phytokomplex – sowohl physiologische als auch pathophysiologische

    Prozesse auf zwei Wegen beeinflussen können:

    1. Durch direkte Bindung an Cannabinoid-Rezeptoren
    2. Durch den sogenannten Entourage-Effekt, bei dem die Bindungsaffinität

    körpereigener Endocannabinoide an ihre Rezeptoren verstärkt und deren Abbau

    verlangsamt wird

    Was sind Phytocannabinoide? → Pflanzliche Moleküle.

    Was sind Endocannabinoide? → Moleküle, die unser Körper selbst produziert.

    Die Rezeptoren, die für die Verarbeitung der Phytocannabinoide verantwortlich sind, heißen

    CB1 und CB2. Diese Rezeptoren helfen, die Moleküle aufzuspalten und lösen dabei Prozesse

    aus, durch die unser Körper eigene Endocannabinoide bildet – wichtige Substanzen, die

    maßgeblich zur Aufrechterhaltung der Homöostase beitragen.

Homöostase – was bedeutet das?

Homöostase beschreibt die Fähigkeit lebender Organismen, ihre inneren Bedingungen stabil

zu halten, selbst wenn sich die äußeren Umstände ändern. Das zeigt, wie wichtig dieses

System auch für das Immunsystem ist.

Es hat sich herausgestellt, dass Endocannabinoide nicht nur an CB1- und CB2-Rezeptoren

binden, sondern auch mit Serotonin- und Vanilloid-Rezeptoren interagieren, die insbesondere

bei der Schmerzregulation eine Rolle spielen.

Hier ein kurzer Überblick über die Effekte von Phytocannabinoiden auf verschiedene

Körpersysteme:

• Zentrales Nervensystem: antikonvulsiv, appetitanregend, gegen Übelkeit wirksam,

schmerzlindernd

• Herz-Kreislauf-System: gefäßerweiternd, kann Pulsfrequenz erhöhen

• Atmungssystem: bronchienerweiternd

• Sehorgan: Senkung des Augeninnendrucks

• Immunsystem: Stärkung der körpereigenen Abwehr

  • Interessanter Fakt

    Der Hirnstamm, der lebenswichtige Funktionen wie Herzschlag und Atmung steuert, ist

    nahezu frei von CB1- und CB2-Rezeptoren. Das erklärt, warum es keine tödlichen

    Überdosierungen durch akute Cannabisvergiftung gibt. Im Gegensatz dazu finden sich diese

    Rezeptoren jedoch reichlich im Rückenmark und in Teilen des Gehirns, die für die

    Regulation von Schmerz- und Entzündungsprozessen zuständig sind.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Phytocannabinoide vielfältige positive Effekte im

    Körper entfalten können – antioxidativ, blutdrucksenkend, entzündungshemmend,

    schmerzlindernd sowie immunstärkend. Die Anwesenheit der CB1- und CB2-Rezeptoren in

    unterschiedlichen Hirnregionen weist zudem auf bedeutende Funktionen bei Schlaf, Appetit,

    Lernprozessen, emotionalen Zuständen sowie auf eine mögliche neuroprotektive Wirkung

    hin.

    Besonders interessant ist die Rolle dieses Systems bei der Kontrolle des Wachstums von

    Tumorzellen.

  • Was ist ein Phytokomplex?

    Ein Phytokomplex bezeichnet die Gesamtheit aller chemischen Bestandteile einer Pflanze,

    die gemeinsam für deren spezifische therapeutische Wirkungen verantwortlich sind.

    Die Cannabispflanze verfügt über einen Phytokomplex aus rund 800 verschiedenen

    Molekülen. Die bekanntesten darunter sind:

    • Cannabinoide: aromatische Kohlenwasserstoffe mit Sauerstoffverbindungen, unter

    anderem CBG, CBC, CBD, THC, CBN, CBL, CBE, CBT• Terpene: Hauptbestandteile pflanzlicher Harze, die für Geschmack und Duft

    verantwortlich sind; chemisch aromatische organische Kohlenwasserstoffe, z. B.

    Limonen, Pinen, Myrcen, Caryophyllen, Linalool

    • Flavonoide: aromatische Polyphenole, bekannt für ihre antioxidativen Eigenschaften,

    die zunehmend in Ernährung und Medizin Beachtung finden

  • Vorteile und mögliche Einsatzgebiete

    • Neuroprotektiv: hilft, oxidativen Stress in Gehirnzellen zu reduzieren
    • Wirksam bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
    • Antibakteriell: wirkt gegen resistente Bakterien und kann antibiotisch wirken
    • Reguliert das Immunsystem: Phytocannabinoide greifen direkt in immunologische Prozesse ein
    • Antiemetisch: hilft gegen Übelkeit und Erbrechen
    • Wirksam bei Erkrankungen wie Bluthochdruck, Fibromyalgie, Muskelkrämpfen
    • Gefäßerweiternd: kann den Durchmesser der Blutgefäße erhöhen und so den Blutdruck senken
    • Hemmt das Wachstum von Tumorzellen
    • Angstlösend: wirkt beruhigend bei Angstzuständen und Stress
    • Schmerzlindernd: moduliert die Schmerzwahrnehmung 
    • Blutzuckersenkend: reduziert und stabilisiert den Glukosespiegel im Blut
    • Fördert das Knochenwachstum
    • Antikonvulsiv: kann epileptische Anfälle verhindern oder abschwächen
    • Entzündungshemmend: wirkt gegen verschiedene Formen von Entzündungen
    • Bronchienerweiternd: erleichtert die Atmung, indem es die Atemwege erweitert
  • Methoden zur Gewinnung von Cannabinoiden und Terpenen

    Es gibt verschiedene Verfahren, um Cannabinoide und Terpene zu extrahieren und für die

    Herstellung von Ölen, Cremes, Kapseln oder Kristallen nutzbar zu machen, unter anderem:

    • Superkritische CO₂-Extraktion (wird auch zum Entkoffeinieren von Kaffee verwendet)
    • Subkritische CO₂-Extraktion
    • Extraktion mit Ethanol
    • Extraktion mit Kohlenwasserstoffen
    • Ultraschall-Extraktion
    • Kaltpressung unter hohem Druck
    • Extraktion mittels Sonikatoren

    Um ein CBD-Öl von hoher Qualität herzustellen, ist es entscheidend, sowohl auf das

    Ausgangsmaterial als auch auf das Verfahren zu achten. Aus diesem Grund

    verwendet Beleaf ausschließlich biologische Blüten und schonende Verfahren wie die

    Kaltpressung unter hohem Druck. So entsteht ein stabiles Öl, das reich an Cannabinoiden,

    Terpenen und Flavonoiden ist. Für die Gewinnung reiner CBD-Moleküle kommt außerdem

    die Ultraschall-Extraktion zum Einsatz, die eine sichere Verarbeitung und eine hohe

    Ausbeute gewährleistet.

    CBD-Öle sind in unterschiedlichen Konzentrationen erhältlich, um den individuellen

    Bedürfnissen verschiedener Anwender gerecht zu werden.

  • Neuropathischer Schmerz

    Es gibt Hinweise darauf, dass das Endocannabinoid-System eine entscheidende Rolle bei der

    Regulierung neuropathischer Schmerzen spielt. Es wirkt durch Mechanismen, die die

    Schmerzweiterleitung auf neuronaler Ebene beeinflussen.

    Angststörungen

    Cannabidiol hat vielversprechende therapeutische Eigenschaften bei neuropsychiatrischen

    Erkrankungen gezeigt. Seine Wirkungen auf das zentrale Nervensystem haben es in den

    letzten Jahren zu einem spannenden Forschungsgegenstand als mögliches Mittel gegen Angst

    und Stress gemacht.

  • Hautsystem

    Die Dichte an CB1- und CB2-Rezeptoren in der Haut, Epidermis und Dermis ist

    bemerkenswert. CBD unterstützt dort die Erneuerung und antioxidative Aktivität älterer

    Hautzellen und fördert die Bildung neuer Zellen. Zudem liegen positive Ergebnisse bei der

    Behandlung bestimmter Autoimmunerkrankungen vor. Im Ko